Digital resources in the Social Sciences and Humanities OpenEdition Our platforms OpenEdition Books OpenEdition Journals Hypotheses Calenda Libraries OpenEdition Freemium Follow us

Geschichte der KI, Great Acceleration und Technikhype: KI als Tool und Untersuchungsgegenstand an der Schnittstelle von Umwelt- und Technikgeschichte

Umwelt- und Technikgeschichte liefern aus ihrer jeweils fachlich spezifischen Perspektive zentrale Beiträge zu einem kompetenten Umgang mit KI und tragen so zur Ausbildung einer erweiterten KI-Literacy bei. Entsprechende Lehrveranstaltungen haben das Potenzial, Räume zu schaffen, in denen historische Tiefenschärfe, systemisches Denken und informierte Urteilskraft zusammenkommen – Fähigkeiten, die angesichts wachsender algorithmischer Infrastrukturen nicht nur für das Studium, sondern für demokratische Gesellschaften insgesamt an Bedeutung gewinnen. Es ist an uns, diese Potenziale zu nutzen und so zu einer reflektierteren Debatte über KI beizutragen, im Seminarraum wie auch darüber hinaus.

Nicole Hesse (Karlsruhe); Christian Götter (Braunschweig)

Über die technischen Grundlagen sowie Herausforderungen und Chancen Künstlicher Intelligenz (KI) wird dieser Tage viel geschrieben. Die meisten Bereiche des Lebens und Arbeitens sind in der ein oder anderen Weise mit dieser in ihren Anwendungsformen noch recht neuen Technologie konfrontiert. Mit Blick auf die geschichtswissenschaftliche Lehre werden zum Teil hitzige Diskussionen darüber geführt, was diese Entwicklungen für unser Fach und die Kompetenzen, die wir vermitteln möchten, bedeuten.

In diesem Beitrag möchten wir die Aufmerksamkeit auf eine ganz spezifische Perspektive lenken. Wir diskutieren produktiv nutzbare Möglichkeiten in der Lehre in den beiden Subdisziplinen Umweltgeschichte und Technikgeschichte und an deren Schnittstelle; dort also, wo Interaktion und Zusammenwirken von Umwelt und Technik am sichtbarsten werden. Dabei möchten wir den Fokus auf die doppelte Bedeutung lenken, die KI in diesen Fächern einnehmen kann: als Arbeitsmittel und als Untersuchungsgegenstand. Wir arbeiten heraus, dass und wie die Lehre in der Umwelt- und Technikgeschichte einen Beitrag zur Ausbildung einer KI-Literacy[i] leistet.

Damit ist auch gesagt, worum es hier nicht gehen wird: Es geht nicht um eine allgemeine Einführung in die Technik, die mit „KI“ in aller Regel gemeint ist, namentlich Werkzeuge zur Texterstellung auf Basis maschinellen Lernens mithilfe künstlicher neuronaler Netze. Zum Einstieg in dieses Thema gibt es zahlreiche andere Beiträge[ii]. Auch geht es nicht um grundlegende Fragen des Einsatzes der entsprechenden Systeme, von Fragen der Einsatzmöglichkeiten über die ethischen und rechtlichen Herausforderungen bis hin zum Prompt Engineering, also der geschickten Gestaltung von Eingaben[iii]. Ebenfalls nicht im Fokus stehen generelle Fragen der Folgen des Aufkommens von KI-Werkzeugen für die Geschichtswissenschaft, wie sie Christian Götter in einem Beitrag in der Historischen Zeitschrift diskutiert hat.[iv]

Im Fokus stehen vielmehr Fragen nach der Bedeutung Künstlicher Intelligenz für die Lehre in der Umwelt- und Technikgeschichte. Eine über die genannten Punkte hinausgehende, zentrale Besonderheit der beiden hier im Fokus stehenden Subdisziplinen ist, dass „Künstliche Intelligenz“ für sie sowohl Werkzeug als auch Untersuchungsgegenstand ist. Potenziale zu skizzieren, die sich aus dieser doppelten Perspektive für eine umfassendere KI-Kompetenz ergeben, ist das Ziel dieses Beitrags. Drei Fragen sind uns in diesem Beitrag wichtig: (1) Welches Repertoire der Umwelt- und Technikgeschichte bietet Anknüpfungspunkte, um sich mit der Struktur der KI und ihrer Folgewirkungen auseinanderzusetzen? (2) Wie können wir diese Themen produktiv mit Fragen bezüglich der KI als Tool verknüpfen? (3) Inwiefern kann dieses historische Wissen zu aktuellen Debatten beitragen?

Das französische Kernkraftwerk Tricastin. In der Fotografie zeigen sich nicht nur zahlreiche Infrastrukturen  – Kernkraftwerk, Windkraftanlagen, Hochspannungsleitungen, Umspannwerke – die zur KI-Nutzung notwendig sind. Es werden darüber hinaus auch landschaftliche und umweltrelevante Folgen energieintensiver Applikationen sichtbar, die durch die einfachen landwirtschaftlichen Maschinen im Bildvordergrund zusätzlich betont werden.

KI als Tool (nicht nur) in der Umwelt- und Technikgeschichte

Sowohl Umwelt- als auch Technikgeschichte sind als Subdisziplinen der Geschichtswissenschaft auf ganz ähnliche Art und Weise mit dem aktuellen KI-Hype beschäftigt:

  • Am Anfang steht eine mögliche Unterstützung beim Brainstorming oder die Hilfe beim Überwinden der ‘Angst vor dem leeren Blatt’ für die Studierenden. Das geht mit grundsätzlichen Problemen einher, nicht zuletzt demjenigen ‘halluzinierter’ Beiträge. Die Vermittlung einer gründlichen Reflexion und Überprüfung der generierten Texte ist also grundsätzlich unumgänglich.
  • Auch das Entziffern und Übersetzen komplexerer und größerer Quellen- und Literaturkorpora kann einen spielerischen Charakter erhalten und so, bei allen Herausforderungen[v], an Attraktivität für Studierende gewinnen. So wird die Hürde für die Teilnahme an Seminaren gesenkt, die direkt in Archiven arbeiten, und eine solche Arbeitsweise auch mit größeren Kursen möglich.
  • Gerade beim Verfassen von Texten in Fremdsprachen, aber auch grundsätzlich bei der Textproduktion, bieten KI-Werkzeuge Möglichkeiten zur Textoptimierung inklusive Sprachüberprüfung. Dabei sind wir mit dem Problem konfrontiert, dass die Ausbildung eines eigenen Stils zu kurz kommen und Texte einer gewissen Gleichförmigkeit anheimfallen können.
  • Schließlich lassen sich Routineaufgaben automatisieren, etwa mit Blick auf das Einhalten bestimmter Zitierstile, ohne auf existierende Spezialanwendungen zurückgreifen zu müssen. Studentische Arbeiten können so ein ‘professionelleres’ Erscheinungsbild erhalten, was jedoch zu der (ethisch wie prüfungsrechtlich nicht ganz einfachen) Frage führt, ob wir derlei künftig voraussetzen und dementsprechend diese Nutzung aktiv vermitteln sollten.
  • Auch vor diesem Hintergrund steht die Frage im Raum, inwiefern schriftliche Arbeiten als Prüfungsform noch funktionieren. Bei geschicktem Einsatz sogar der frei verfügbaren Werkzeuge lassen sich immerhin mit relativ geringem Aufwand Ergebnisse generieren, die guten oder sogar sehr guten Leistungen entsprechen können. Gemeinsam mit allen anderen Spielarten der Geschichtswissenschaft und der Geisteswissenschaften generell stehen also Umwelt- und Technikgeschichte in der Lehre vor der Herausforderung, dass eine wichtige Prüfungsform zur alleinigen Leistungsbewertung im Grunde nicht länger unreflektiert eingesetzt werden kann.

Diese bei Weitem nicht erschöpfenden Beispiele zeigen, dass die Vermittlung von KI-Literacy, als eine Ausprägung von Scientific Literacy in der Lehre große Relevanz erlangt hat. Als Lehrende der Umwelt- und Technikgeschichte möchten wir über die oben angesprochenen Themen hinaus unsere Möglichkeiten sondieren, mit umwelt- und technikhistorischem Orientierungswissen[vi] zu einer Erweiterung der KI-Kompetenz über Anwendungen und rechtliche Fragen hinaus beizutragen. Denn die Frage nach nicht intendierten Folgewirkungen und die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Umwelt und Technik sind Teil unserer etablierten Forschungs- und Lehrtätigkeit.

Umweltgeschichte

Nach einer Phase der Euphorie wird zunehmend ökologisch begründete Kritik an Künstlicher Intelligenz hörbar. Dabei geht es vor allem um den immensen Energieverbrauch dieser Technologie: Der Elektrizitätsbedarf steigt, die Kraftwerksinfrastruktur muss ausgebaut werden und eine Vielzahl an Rechenzentren, die ebenfalls erst noch gebaut werden müssen, sind durch enorme Mengen an Wasser und Strom stetig zu kühlen. Dabei wird KI auch für einfache Suchanfragen eingesetzt, wobei der Energieverbrauch pro Anfrage deutlich höher ausfällt als bei herkömmlichen Suchmaschinen. Das Bewusstsein für die Energieintensität „Künstlicher Intelligenz“ ist zugleich noch sehr vage und spiegelt sich nicht in einem bewussten Gebrauch wider. Themen wie mögliche Arbeitsplatzverluste, ein neu auszulotendes Mensch-Maschinen-Verhältnis[vii] oder die Beherrschbarkeit der Technik wurden zwar von Beginn an kritisch betrachtet, aber in der Breite der Gesellschaft und zum Teil auch in den Wissenschaften zunächst vielfach durch den Technikhype überlagert.

Aus umwelthistorischer Perspektive sind die Strukturen dieser Diskurse keineswegs überraschend. In der europäischen Moderne haben Großtechnologien von der Eisenbahn bis zur Kernenergie gleichermaßen Euphorie wie Pessimismus hervorgerufen. Und: Es lässt sich nachweisen, dass Effizienzsteigerungen meist nicht zu Reduktionen in absoluten Zahlen, sondern zu gesteigerten (kumulativen) Verbräuchen geführt haben.[viii]

Von solchen Erkenntnissen ausgehend, haben wir in der umwelthistorischen Lehre die Möglichkeit, KI-Anwendungen vor dem Hintergrund umwelthistorischer Wissensbestände zu hinterfragen. So kann die Beschäftigung mit historischen Ressourcen- und Energiegeschichten, Konsum- und Agrargeschichten oder mit Forschungsperspektiven auf Vorhersagemodellierungen von Wetter- und Naturereignissen oder Stoffgeschichten zu einem informierten Umgang mit KI in der Gegenwart beitragen.

Einen offensichtlichen Anknüpfungspunkt bietet die Energiegeschichte – sowohl inhaltlich als auch mit Blick auf die Relevanz für aktuelle Debatten. Energiehistorische Fragegestellungen werden in der umwelthistorischen Forschung seit langem bearbeitet. Dazu gehören nicht nur Studien zur gesellschaftlichen Energiebasis über lange Zeiträume.[ix] Forschungen zur „Großen Beschleunigung“ (Great Acceleration) oder zum 1950er-Syndrom, die einen bis dahin nicht gekannten Anstieg des weltweiten Energiebedarfs beschreiben und erklären, beschäftigen sich ganz explizit mit Strukturen des Energiekonsums.[x] Vor dem Hintergrund der historisch kaum antizipierten Konsequenzen eines stetig steigenden Energieeinsatzes bieten umwelthistorische Seminare die Möglichkeit, strukturelle Machtkonstellationen auszumachen und für einen verantwortungsvollen Umgang zu sensibilisieren. Indem die Black Box „Künstliche Intelligenz” solcherart durch eine historische Analogisierung geöffnet wird, kann auch die KI-Literacy im Sinne einer informierteren Nutzung erweitert werden.

Auch Fragen nach der Verflechtung zwischen Umwelt, Technik und Gesellschaft werden seit über zwanzig Jahren historisch unter dem Label „Envirotech“ erforscht.[xi] KI wirft diese Fragen zwar nicht neu, aber umso dringlicher auf. Entlang von Beispielen wie etwa der Geschichte der Saatgutbank auf Spitzbergen, in der Duplikate weltweiter Samensammlungen gesichert sind und die aktuell noch durch den Permafrost gekühlt wird, lässt sich mit den Studierenden anschaulich über das Mensch-Umwelt-Technik-Verhältnis diskutieren.[xii] Fragen der Vulnerabilität solch spezifischer Umwelten angesichts des Klimawandels lassen sich ebenfalls im Kontext der notwendigen KI-Infrastrukturen betrachten und können so zu deren reflektiertem Einsatz beitragen.

Schlussendlich ist aus der Fülle weiterer möglicher Themen die Externalisierung ökologischer Kosten zu nennen. So wird seit einigen Jahren in der Umweltgeschichte zunehmend eine globale Perspektive eingenommen, die über den Begriff der Umweltgerechtigkeit Stoff- und Materialflüsse sowie Arbeits- und Gesundheitsbedingungen in Gesellschaften des Globalen Südens betrachtet. Darunter fallen Extraktions- und Rohstoffgeschichten ebenso wie Wassernutzungskonflikte, die durch derartige systemische Bedarfe vielfach aufbrechen. In einem informierten Austausch mit den Studierenden kann ein Bewusstsein für diese Themen geschaffen oder erweitert werden.

Technikgeschichte

Wie die Umweltgeschichte bietet auch die Technikgeschichte zahlreiche Gelegenheiten für Lehrveranstaltungen aus verschiedenen Blickwinkeln, um einen aktiven Beitrag zur Auseinandersetzung mit und zum Verständnis der Technologie zu leisten.[xiii]

Zunächst einmal ist ganz grundsätzlich die Entstehungsgeschichte „Künstlicher Intelligenz“ anzusprechen. Ihr Beginn kann mit dem häufig angeführten und begriffsgeschichtlich fraglos zentralen Förderantrag zusammenfallen, den John McCarthy, Marvin L. Minsky, Nathaniel Rochester und Claude E. Shannon 1955 abfassten, um im Sommer des Folgejahres die oft als Geburtsstunde der KI-Technologie genannte Dartmouth Conference veranstalten zu können.[xiv] Die Geschichte der KI lässt sich aber auch in längere, wissen(schafts)geschichtliche Kontexte einordnen, in denen nicht zuletzt Fragen nach dem spezifisch menschlichen Denken und Mensch-Maschine-Analogien im Vordergrund stehen. Außerdem lässt sie sich mit einem stärkeren Fokus auf die technische Seite und prinzipiellen Vorläufern der Systeme betrachten, die heute vor dem Hintergrund massiv angewachsener Rechenleistung Furore machen. Eine Auseinandersetzung mit Frank Rosenblatts Perzeptron oder Oliver Selfridges Pandämonium als vergleichsweise einfachen Gehversuchen auf dem Gebiet der künstlichen neuronalen Netze beziehungsweise des machine learning kann zu einem besseren Verständnis der grundlegenden Funktionsweisen beitragen, die auch hinter gegenwärtigen Systemen stehen. Technikhistorische Lehrveranstaltungen können so zur KI-Literacy beitragen und einen über das Fach hinausgehenden Mehrwert erzeugen, indem sie Studierenden helfen, verschiedene Probleme beim KI-Einsatz frühzeitig zu erkennen.

Technikhistorische Seminare erlauben zudem eine direktere Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der „Künstlichen Intelligenz“, bieten sie doch die Gelegenheit, sich detailliert mit den Spezifika verschiedener Systeme auseinanderzusetzen. So lässt sich nicht nur nach der Bedeutung technischer Details für deren Leistungsfähigkeit, ihren Möglichkeiten und Grenzen fragen, sondern auch nach damit zusammenhängenden (macht-)politischen Dimensionen.[xv] Entsprechende Herangehensweisen haben sich auch im Hinblick auf die Großtechnologie Atomkraft als erkenntnisfördernd erwiesen, die vor dem Hintergrund des hohen Energiebedarfs der KI wieder an Aktualität gewinnt.[xvi] Nicht zuletzt ließe sich in diesem Sinne mit Lewis Mumford fragen, inwiefern die entsprechenden Systeme als demokratische oder eher als autoritäre Technologien zu betrachten sind.[xvii] Theoretische Konzeptionen mit Aufmerksamkeit für technische Details können Studierenden helfen, über die Oberfläche der gängigen Systeme hinauszublicken, ihren Systemcharakter[xviii] und ihre nicht nur (umwelt-)ethisch oftmals durchaus fragwürdigen Entstehungs-, Funktions- und Einsatzbedingungen zu durchdenken.

Eine Auseinandersetzung mit dem Ansatz des Sozialkonstruktivismus von Technologie schließlich kann dazu beitragen, Studierende kritischer gegenüber überzogenen positiven wie negativen Prognosen zur KI zu machen. Die entsprechenden Prognosen können so als Teil einer sozialen Konstruktion der fraglichen Systeme begriffen werden; als Teil einer Strategie, um diese herum einen Hype zu erzeugen, der sie als finalen technological fix darstellen soll, mit dem sich die Menschheit das Leben endgültig erleichtert und nahezu jegliche Form von menschlicher Arbeit obsolet macht – oder aber sich der eigenen Vernichtung durch eine neue Form einer „starken“ oder „höheren“ Intelligenz anheim gibt.

Fazit?

Sowohl in der Umwelt- als auch der Technikgeschichte lassen sich also Fragen stellen und in Lehrveranstaltungen vertiefen, die Studierenden helfen können, die gegenwärtigen KI-Entwicklungen besser zu verstehen. Die darüber geführten Debatten können kritisch reflektiert und mögliche Technikfolgen vor dem Hintergrund der Geschichte abgeschätzt werden,[xix] was sich für einen sinnvollen Umgang mit ihr im eigenen Studium wie auch im Berufsleben als produktiv erweisen dürfte. Am Karlsruher Institut für Technologie eröffnet die deutschlandweit einzigartige Studienkombination aus Geschichte und Technikfolgenabschätzung im jüngst implementierten Studiengang Liberal Arts and Sciences[xx] diese Perspektive ganz explizit. Sie könnte damit auch als Vorbild für andere Technische Universitäten dienen.

Im Studienplan des LAS-Studiengangs (Liberal Arts and Sciences) des Karlsruher Institut für Technologie wird die Verzahnung von umwelt- und technikhistorischer Wissensvermittlung und Technikfolgenabschätzung im B.A. deutlich: https://www.liberalarts.kit.edu/studium.php.

[i] https://en.wikipedia.org/wiki/AI_literacy.

[ii] Vgl. etwa ein achtteiliges Video-Tutorial der 2017 vom damaligen BMBF ins Leben gerufenen Plattform Lernende Systeme, die auf technische Grundlagen und gesellschaftliche Fragen eingeht: https://youtu.be/l_HSWmxMRlU?si=tOguLMenGOBFamy4.

[iii] Hierzu sei auf einen im September 2025 aktualisierten Beitrag von Mareike König im Blog der Abteilung Digitale Geschichtswissenschaften am Deutschen Historischen Institut Paris verwiesen: https://dhdhi.hypotheses.org/9197.

[iv] Vgl. Christian Götter: Künstliche Intelligenz und Geschichtswissenschaft. Mehr als ein neues Werkzeug für die Digital History? In: Historische Zeitschrift 319 (2024) 2, S. 299-330. DOI: https://doi.org/10.1515/hzhz-2024-0026.

[v] Vgl. Miriam Weiss: KI in der geschichtswissenschaftlichen Lehre – Gefahr oder Chance? In: Geschichtswissenschaftsdidaktik. URL: https://doi.org/10.58079/12qbw.

[vi] Vgl. Nicole Hesse, Christian Zumbrägel: Wie neu ist Energiesuffizienz?: Eine Spurensuche in der Geschichte des Energiesparens. URL: https://www.tatup.de/index.php/tatup/article/view/6972/11738.

[vii] Martina Heßler: Sisyphos im Maschinenraum. Eine Geschichte der Fehlbarkeit von Mensch und Technologie. München 2025.

[viii] Jean-Baptiste Fressoz: More and more and more. An all-consuming History of Energy. London 2024.

[ix] Astrid Kander, Paul Warde, Paolo Malanima: Power to the People. Energy in Europe over the last five centuries. Princeton 2014; Ian Morris: Beute, Ernte, Öl. Wie Energiequellen Gesellschaften formen. München 2020.

[x] Christian Pfister: Das 1950er Syndrom. Der Weg in die Konsumgesellschaft. Bern 1995; John R. McNeill, Peter Engelke: The Great Acceleration. An Environmental History of the Anthropocene since 1945. Harvard 2016; Pfister, C. (2010): The 1950s Syndrome. The Transition from a Slow­-Going to a Rapid Loss of Global Sustainability. In: Uekötter, F. (Hrsg.): The Turning Points of Environmental History. Pittsburgh, University of Pittsburgh Press. 90–117. DOI: https://doi.org/10.2307/j.ctt5hjsg1.  

[xi] Sara B. Pritchard, Carl A. Zimring: Technology and the Environment in History. Baltimore 2020.

[xii] Suzana Alpsancar: Von der Cultura zur Option. Wie Samenbanken als Sicherungstechniken Realwerte in Optionswerte verwandeln. In: Jahrbuch Technikphilosophie 2017 (Technisches Nichtwissen). Baden-Baden 2016, S. 427-444.

[xiii] Zur Technikgeschichtsschreibung Eike-Christian Heine, Christian Zumbrägel: Technikgeschichte. In: Docupedia-Zeitgeschichte, 20.12.2018. URL: https://docupedia.de/zg/heine_zumbraegel_technikgeschichte_v1_de_2018.

[xiv] A Proposal for the Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence: http://jmc.stanford.edu/articles/dartmouth/dartmouth.pdf.

[xv] Vgl. John Krige; Kai-Henrik Barth: Introduction. Science, Technology, and International Affairs. In: Osiris 21 (2006), S. 1-21.

[xvi] Vgl. Jacob Darwin Hamblin: The Wretched Atom. America’s Global Gamble with Peaceful Nuclear Technology. New York 2021.

[xvii] Lewis Mumford: Authoritarian and Democratic Technics. In: Technology and Culture 5 (1964), S. 1-8; vgl. differenzierend: Langdon Winner: Do Artifacts Have Politics? In: Daedalus 109 (1980) 1, S. 121-136.

[xviii] Thomas P. Hughes: Networks of Power. Electrification in Western Society, 1880-1930. Baltimore 1983.

[xix] Vgl. hierzu mitreißend Johann Schot: Confronting the Second Deep Transition through the Historical Imagination. In: Technology and Culture 57 (2016) 2, S. 445-456.

[xx] URL: https://www.liberalarts.kit.edu/.

Christian Götter
Christian Götter

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Christian Götter, Nicole Hesse (15. Dezember 2025). Geschichte der KI, Great Acceleration und Technikhype: KI als Tool und Untersuchungsgegenstand an der Schnittstelle von Umwelt- und Technikgeschichte. Geschichtswissenschaftsdidaktik. Abgerufen am 17. August 2026 von https://doi.org/10.58079/15cfn


Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.