Kategorie: Künstliche Intelligenz
Wie können Studierende und angehende Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit KI geschult werden? Ein Zugang ist das experimentelle Lernen. Im Folgenden werden drei Bereiche beschrieben, in denen es sich lohnt, mit Studierenden innerhalb universitärer Lehrveranstaltungen den KI-Einsatz zu erproben und die Ergebnisse kritisch zu reflektieren: die Herstellung von Arbeitsblättern und Tafelbildern, die inhaltliche Recherche und die Generierung von Bildern bzw. der Entwurf von Denkmälern. Moritz Pöllath (München)
Umwelt- und Technikgeschichte liefern aus ihrer jeweils fachlich spezifischen Perspektive zentrale Beiträge zu einem kompetenten Umgang mit KI und tragen so zur Ausbildung einer erweiterten KI-Literacy bei. Entsprechende Lehrveranstaltungen haben das Potenzial, Räume zu schaffen, in denen historische Tiefenschärfe, systemisches Denken und informierte Urteilskraft zusammenkommen – Fähigkeiten, die angesichts wachsender algorithmischer Infrastrukturen nicht nur für das Studium, sondern für demokratische Gesellschaften insgesamt an Bedeutung gewinnen. Es ist an uns, diese Potenziale zu nutzen und so zu einer reflektierteren Debatte über KI beizutragen, im Seminarraum wie auch darüber hinaus. Nicole Hesse (Karlsruhe); Christian Götter (Braunschweig)
Lehre ist ein Zusammenspiel der Akteure Lehrende, Lernende und Inhalt. Inzwischen prägt Künstliche Intelligenz alle drei Akteure in irgendeiner Art und Weise mit – sei es durch Hilfe bei der Lehrplanung, durch Hilfe beim schöneren Schreiben, bei der Recherche, bei Übersetzungen oder auch beim Entwickeln von Fragestellungen oder der Abfassung ganzer Texte. Im Folgenden soll mit der Lehrveranstaltung „ChatGPT und Mediävistik. Wie kann ich KI in der mittelalterlichen Geschichte anwenden?“ ein Beispiel präsentiert werden, in dem Künstliche Intelligenz im Rahmen universitärer Lehre eingebunden wird, also einen Platz im didaktischen Dreieck erhält. Miriam Weiss